Auch wenn es den wenigsten Menschen bewusst ist, haben Fachleute nicht den geringsten Zweifel: Ohne hydraulische Systeme wäre unser moderner Alltag völlig undenkbar. Hydraulik spielt nicht nur in Autos, Bussen, Zügen und Flugzeugen eine zentrale Rolle, auch in nahezu jeder Industrieanlage hätte ein Ausfall der hydraulischen Systeme einschneidende Konsequenzen. Dennoch gibt es in Deutschland weder eine gesonderte Ausbildung noch einen eigenständigen oder ergänzenden Studiengang zum Hydrauliktechniker. Gerade deshalb ist es wichtig, dass der TÜV Thüringen und die Advanced Training Technologies GmbH (ATT) im Dienst der Sicherheit Hand in Hand arbeiten und eine fundierte Qualifizierung anbieten.

Auch bei der Ausbildung an den Berufsschulen spielt Hydraulik oft nur eine untergeordnete Rolle, obwohl ohne hydraulische Systeme allein im Maschinenbausektor die Grundlage für einen kombinierten Umsatz von rund 140 Milliarden Euro pro Jahr fehlen würde. Erste Schritte für eine bessere Ausbildung sind die gezielte Schulung der Ausbilder an den Berufsschulen und die Versorgung mit neuer Ausbildungshardware auf dem aktuellen Stand der Technik. Gerade für die Störungsanalyse und Fehlersuche ist es wichtig, dass die Auszubildenden nicht an veralteten Geräten lernen – schließlich sind auch Hydraulik-Anlagen längst mit Web-Schnittstellen versehen und nicht selten mit dem Internet of Things („IoT“) vernetzt. Aktuelle Hardware ist natürlich auch zur Weiterbildung erfahrener Hydrauliktechniker nötig, damit diese den Umgang mit neuen Funktionen in einem sicheren Umfeld erlernen können.

Von einer besseren Ausbildung im Bereich Hydraulik profitieren künftige Arbeitgeber nicht nur in Sicherheitsfragen, auch Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz können verbessert werden: falsch eingestellte oder defekte Komponenten erhöhen den Energieverbrauch und den Verschleiß. Eine regelmäßige Wartung durch einen ausgebildeten Fachmann erhöht die Lebensdauer und reduziert die Wahrscheinlichkeit von Ausfällen. Gerade bei mobilen Hydraulik-Systemen können gut ausgebildete Hydrauliktechniker auch verhindern, dass es durch defekte Systeme zu Belastungen für die Umwelt kommt.

Da hydraulische Systeme mit hohen Drücken arbeiten und Menschen in der Nähe bei einem Defekt außerdem eine Injektion von Hydraulikflüssigkeit droht, sollte die Wartung immer von einem ausgebildeten Fachmann durchgeführt werden. Für alle Unternehmen mit Hydraulik-Systemen empfiehlt es sich daher, einen oder mehrere Mitarbeiter zum Hydrauliktechniker auszubilden. Die entsprechenden Bildungsangebote und moderne Schulungshardware bieten die TÜV Akademie und die Advanced Training Technologies GmbH (ATT) an: Der von beiden Unternehmen in einer Kooperation angebotene Lehrgang zum „Zertifizierten Hydraulik-Servicetechniker (TÜV®)“ richtet sich an Facharbeiter im technischen Bereich und wird nach fünf Wochen mit einer Prüfung durch die Zertifizierungsstelle des TÜV Thüringen e.V. abgeschlossen. 

Weiterführende Links und Informationen 

https://sk-att.com/training/

Kompaktlehrgang: Zertifizierter Hydraulik-Servicetechniker (TÜV®)

Hydraulische Komponenten werden vielfach in technischen Anlagen in Industrie und Wirtschaft verbaut.
Ein Eisenbahnlastenkran würde ohne hydraulische Systeme nicht funktionieren. Hier müssen alle Komponenten Hand in Hand spielen.