Die Corona-Pandemie hält die Welt in Atem. Die befürchtete zweite Welle ist bereits Realität. Jetzt sind wieder die Helden des Alltags gefragt. Dass Pflegeberufe und medizinisches Personal zu den wohl wichtigsten systemrelevanten Berufsgruppen in unserer Gesellschaft gehören, steht außer Frage. Doch wie ist es eigentlich um die Sicherheit unserer technischen Anlagen bestellt? Werden Aufzüge und drucktechnische Anlagen während der Pandemie mit der gleichen Sorgfalt wie zuvor betrieben? Die Sachverständigen des TÜV Thüringen nehmen ihre Arbeit auch in der Corona-Zeit sehr ernst und sind im Auftrag der Kunden sogar in Risikogebieten im Einsatz. Selbstschutz, Abwägen des eigenen Risikos und freiwillige Corona-Tests helfen dabei, dass technischen Anlagen weiterhin geprüft und ohne Gefahren für Dritte betrieben werden können – egal ob Aufzüge, Seilbahnen oder Druckanlagen in Industrie und Gewerbe.

Jeden Tag nutzen Millionen von Menschen Aufzüge. In Corona-Zeiten fährt neben dem mulmigen Gefühl steckenzubleiben zwar eher die Angst mit, sich mit dem Virus zu infizieren– wie es jedoch um die technische Sicherheit des Aufzugs bestellt ist, darüber machen sich Fahrgäste weniger Gedanken. Die Sicherheit technischer Anlagen setzen wir als gegeben voraus, aber diese kommt nicht von allein. Nur durch eine regelmäßige Wartung und Instandsetzung können verantwortungsbewusste Betreiber ihre Anlagen auf einem sicheren Niveau halten, nur die Verpflichtung zur regelmäßigen Prüfung durch unabhängige Sachverständige stellt dieses Niveau wirklich sicher. Wie der tatsächliche Zustand der Anlagen ist, ergeben die regelmäßigen wiederkehrenden Prüfungen durch Zugelassene Überwachungsstellen (ZÜS) wie den TÜV Thüringen. Aufzüge werden dazu alle zwei Jahre bei einer Hauptprüfung und im darauffolgenden Jahr bei einer Zwischenprüfung durch ZÜS-Sachverständige inspiziert. Der TÜV Thürigen stellt die Prüfungen auch in Pandemiezeiten sicher. Dabei wird strikt auf den Infektionsschutz geachtet. Eine Prüfung mit Maske und genügend Abstand zu anderen Menschen versteht sich dabei von selbst.

Neben den Aufzügen gibt es noch eine Vielzahl anderer Anlagen, die einer Prüfpflicht unterliegen. Seien es Seilbahnen, Tanklager von Raffinerien oder drucktechnische Anlagen in Industrieunternehmen, Heizkraftwerken und Brauereien. All diese technischen Anlagen sind sogenannte überwachungsbedürftige Anlagen und dürfen nur betrieben werden, wenn sie wiederkehrend durch ZÜS-Sachverständige geprüft werden. Das ist in Zeiten der Corona-Pandemie nicht nur für die Betreiber eine große Herausforderung. Der TÜV Thüringen prüft solche Anlagen nicht nur im grünen Herz Deutschlands, sondern ist im Kundenauftrag im ganzen Bundesgebiet und auch über die Landesgrenzen hinaus tätig.

Um die Anlagensicherheit in Corona-Zeiten sicherzustellen, ist von den Überwachungsorganisationen ein noch höheres Maß an Flexibilität gefragt. Prüfungen mussten aufgrund des Lockdowns teilweise verschoben werden, andere Anlagen wiederum befinden sich in Risikogebieten im Ausland. Der Industrie Service des TÜV Thüringen hat hier in den letzten Monaten Unglaubliches geleistet. Sachverständige haben sich unter Abwägung des persönlichen Risikos und einer anschließenden geplanten Quarantäne in solche Gebiete begeben oder haben einen Corona-Test nach der Prüfung auf sich genommen. So konnten trotz Corona Anlagen in Bosnien-Herzegowina und der Ukraine geprüft und die Weiterbildung lokaler Sachverständiger abgesichert werden. Jedoch wird die Situation aufgrund der steigenden Infektionszahlen im In- und Ausland immer komplizierter.

Auch Luxemburg galt lange Zeit als Risikogebiet und ist es aktuell wieder. Der TÜV Thüringen betreut hier seit ihrer Inbetriebnahme die Standseilbahn Pfaffenthal-Kirchberg. Die Doppelstandseilbahnanlage ist Teil des innerstädtischen Verkehrskonzepts und kann stündlich bis zu 6.000 Personen befördern. Um die Standseilbahn sicher zu betreiben, sind hier ganz andere Prüfintervalle als beispielsweise bei einem Aufzug vorgeschrieben. So muss beispielsweise die Seilprüfung alle vier Monate wiederholt werden. Die Seilbahnexperten des TÜV Thüringen wenden hierfür ein magnetinduktives Seilprüfverfahren an, das dank optimalem Zeitmanagement im Rahmen eines nur vierstündigen Aufenthalts in Luxemburg durchgeführt werden konnte.

Aufzüge sind überwachungsbedürftige Anlagen und müssen regelmäßig wiederkehrend geprüft werden.
Tanklager von Raffinerien werden auch in Corona-Zeiten regelmäßig inspiziert.
Die Standseilbahn in Luxemburg wird durch den TÜV Thüringen betreut.

TÜV Thüringen – Mit Sicherheit in guten Händen!

Der TÜV Thüringen steht seit 30 Jahren für Qualität und Sicherheit aus dem Herzen Deutschlands. Wir sind dabei nicht nur ein Bewahrer von Tradition und Technik, sondern auch Partner und Treiber von Innovationen. Hierfür sind unsere 1.100 Mitarbeiter, deren Kompetenz von über 150 Akkreditierungen, Zulassungen und Zertifizierungen auf nationaler und internationaler Ebene bestätigt wird, unersetzlich. Denn durchsetzen können sich Innovationen nur, wenn sie sicher sind und weder Mensch noch Umwelt gefährden. Als unabhängige Instanz haben wir in den letzten 30 Jahren unzählige Produkte und Anlagen geprüft, Unternehmen zertifiziert und Menschen ausgebildet. Auch wenn die Bandbreite dabei längst von Bits und Bytes über menschliche Qualifikationen bis hin zu hunderte Tonnen schweren Maschinen reicht, bleibt eines immer gleich: Wenn wir analysieren, ausbilden, begutachten, informieren, kalibrieren, messen, prüfen oder zertifizieren, steht unser Name zuverlässig und unverrückbar für Qualität und Sicherheit.