Der Thüringer Verkehrssicherheitsrat sensibilisiert regelmäßig junge Autofahrer für die Gefahren des Straßenverkehrs. Bei einem Verkehrssicherheitsforum und der Aktion „Junge Fahrer“ soll die Sicherheit im Straßenverkehr verbessert werden, denn gerade die Fahrer zwischen 18 und 24 Jahren gehören zu der am stärksten gefährdeten Altersgruppe im Straßenverkehr. Der TÜV Thüringen zeigt als Beisitzer im Verkehrssicherheitsrat, worauf bei der Benutzung von Elektrokleinstfahrzeugen wie E-Scootern geachtet werden muss, wie man sich nach einem Überschlag aus einem Auto befreien kann und warum Drogen und Alkohol hinterm Steuer nichts verloren haben.

Junge Fahrer sind im Straßenverkehr besonders gefährdet – fehlende Fahrpraxis und eine höhere Risikobereitschaft sind die Gründe dafür. Das geht auch aus der Thüringer Unfallstatistik 2018 hervor: Fahrer in der Altersgruppe zwischen 18 und 24 Jahren verursachten insgesamt 5.188 Unfälle, dabei wurden 12 Personen getötet und 297 schwer verletzt. Häufigste Unfallursachen sind nicht angepasste Geschwindigkeit, Vorrang- und Vorfahrtsfehler, das Unterschreiten des Sicherheitsabstandes oder aber Alkohol und Drogen. Diese erschreckenden Zahlen sind Grund genug, die jungen Erwachsenen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr zu sensibilisieren. Daher veranstaltet der Thüringer Verkehrssicherheitsrat alle 2 Jahre das Verkehrssicherheitsforum. Eine weiterführende Schule ist dafür ein idealer Ort, weshalb das Forum 2019 bereits zum 2. Mal in der Erfurter „Walther Gropius“ Berufsschule stattfand.

Als Mitglied im Verkehrssicherheitsrat unterstützt der TÜV Thüringen die Aktion „Junge Fahrer“ und war deshalb am 7. November mit gleich drei Stationen beim Verkehrssicherheitsforum vertreten. In den verschiedenen Workshops wurde den jungen Autofahrern das richtige Verhalten im Straßenverkehr nahe gebracht. Achmed Leser vermittelte den Umgang mit den recht neuen und bei manchen äußerst beliebten Elektrokleinstfahrzeugen. Auf einem Parcours konnten die Berufsschüler das Fahrverhalten von E-Scootern und Segways selbst testen. Nicht allen war bewusst, wo sie mit solchen Fahrzeugen fahren dürfen und warum ein Helm zwar nicht vorgeschrieben, aber immer ratsam ist. Verkehrspsychologin Katharina Viol erklärte in ihrem Vortrag, wie gravierend die Auswirkungen des Konsums von Alkohol und Drogen auf die Fahreignung sind. Am Überschlagssimulator des TÜV Thüringen konnten sich die jungen Autofahrer ein Bild davon machen, was beim Überschlag eines Fahrzeugs passiert. Wie schwierig es selbst ohne Verletzungen ist, sich aus einem auf dem Dach liegenden Auto zu befreien, konnte jeder selbst testen.

Das Verkehrssicherheitsforum steht unter Schirmherrschaft von Birgit Keller, Thüringens Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft. 

Der Überschlagssimulator war nicht jedermanns Sache.
Im Überschlagssimulator konnte die Notbefreiung aus einem auf dem Dach liegenden Fahrzeug geprobt werden.
Achmed Leser erläutert die Herausforderungen mit den neu am Verkehr teilnehmenden Elektrokleinstfahrzeugen.
Verkehrspsychologin Katharina Viol erklärte, wie gravierend die Auswirkungen des Konsums von Alkohol und Drogen auf die Fahreignung sind. Foto: Karina Heßland

TÜV Thüringen – Mit Sicherheit in guten Händen!

Der TÜV Thüringen, als Mitglied im Verband der TÜV e.V. (VdTÜV), unterstützt die EU-Charta für Straßenverkehrssicherheit „25 000 Leben retten“.

Als international tätiges Dienstleistungsunternehmen mit Stammsitz in Erfurt sorgt der TÜV Thüringen für Sicherheit, Qualität und Zuverlässigkeit. Dazu sind in den Geschäftsfeldern Anlagen und Produkte, Fahrzeug und Mobilität, Qualifizierung sowie Zertifizierung mehr als 1 100 Mitarbeiter weltweit tätig, davon mehr als 680 in Deutschland. Die Experten, Ingenieure und Sachverständigen des TÜV Thüringen arbeiten zum Vorteil aller Branchen, privater Kunden und der öffentlichen Hand. In Deutschland ist der TÜV Thüringen mit elf großen Standorten in Berlin, Bayern, Hessen, Sachsen und Thüringen sowie mit zahlreichen Kfz-Prüfstationen in Thüringen vertreten.