Das subtropische Badeparadies des Ferien- und Freizeitparks Weissenhäuser Strand ist eine der größten Wasserspiellandschaften Deutschlands. Die Freizeitattraktionen in der Nähe von Oldenburg in Holstein an der Ostsee wurden von Sachverständigen des TÜV Thüringen auf deren Sicherheit geprüft. Begleitet wurden die TÜV-Prüfer in Badehose von R.SH Reporter Andreas Rackow.

Jährlich toben sich über 450.000 Badegäste in der Wassererlebniswelt des Ferien- und Freizeitparks Weissenhäuser Strand aus. Hauptattraktionen unter den 13 Rutschen sind die 214 Meter lange Reifenrutsche, die 156 Meter lange Effektrutsche, eine 70 Meter lange Turborutsche sowie die 3er Wellenrutsche, auf der man parallel auf 3 Bahnen gleichzeitig um die Wette rutschen kann. Besonders beliebt ist auch die „Water World" – eine riesige Wasserspiellandschaft, die ihre Besucher auf über 400 m² Grundfläche über 3 Stockwerke hinweg zum Spiel mit dem Wasser einlädt.

Damit aus dem unbeschwerten Badespaß keine gefährlichen Situationen entstehen, hat die Sicherheit der Wasserrutschen und Spielgeräte oberste Priorität. Genau wie andere Sport-, Spiel- und Freizeitanlagen benötigen daher auch die Rutschen am Weissenhäuser Strand eine jährliche Inspektion, für die ein Besuch des Prüfers vor Ort erforderlich ist. Philipp Heisch vom TÜV Thüringen ist Sachverständiger für Freizeitanlagen und auf Wasserrutschen spezialisiert. Zur Arbeitskleidung gehört die Badehose, denn zum Prüfumfang gehört natürlich auch das Testrutschen.

Bei der regulären Überprüfung der Wassererlebniswelt Weissenhäuser Strand wurde Philipp Heisch in diesem Jahr von Radio Schleswig-Holstein Moderator Andreas Rackow begleitet. Das Hauptinteresse des Moderators war die Frage, auf welche Details ein Rutschen-Experte besonders genau achtet. Dabei wurde schnell klar, dass die Prüfung keineswegs ein reines Vergnügen ist: jeder Meter der Rutsche wird akribisch auf mögliche Schwachstellen untersucht. Mit Stirnlampe, Knieschonern und Neoprenschuhen geht Philipp Heisch das Rutscheninnere von oben nach unten ab. Auch Kletterzeug kommt je nach Rutschentyp zum Einsatz. Vor allem die Fugen werden unter die Lupe genommen: es dürfen keinerlei scharfe Kanten oder andere Stellen mit Verletzungsrisiko vorhanden sein.

Am Ende bekommen nur Wasserrutschen ohne sicherheitserhebliche Mängel die Prüfplakette des TÜV Thüringen. Für ein unfallfreies Rutschvergnügen rät der TÜV-Experte, unbedingt auch die Sicherheitshinweise vor Ort zu beachten: Nur wer die Gebote beachtet und sich an die Benutzungshinweise der Rutsche hält, kann sich mit einem guten Gefühl ins Wasser stürzen.

Philipp Heisch erklärt R.SH Reporter Andreas Rackow im Interview, worauf er bei der Prüfung der Wasserrutsche besonders achtet, damit die Sicherheit beim Rutschen gewährt ist. (Foto: Sabrina Ollmann, Weissenhäuser Strand)
Benutzungshinweise müssen an jeder Rutsche angebracht sein und sollten von den Badegästen unbedingt beachtet werden. (Foto: Sabrina Ollmann, Weissenhäuser Strand)