In der letzten Woche ging es für die Sachverständigen des TÜV Thüringen hoch hinaus auf die Göltzschtalbrücke im Vogtland. Die 98 Bögen der 1851 fertiggestellten Brücke überspannen das Tal der Göltzsch und sind fester Bestandteil der vielbefahrenen Bahnstrecke zwischen Leipzig und Hof. Um die regelmäßigen Wartungsarbeiten an der Brücke selbst möglichst sicher zu gestalten, wurde von der Deutschen Bahn zwischen 2006 und 2008 eine neue Befahranlage in Auftrag gegeben. Für die jährliche Prüfung der Anlage ist seit mehreren Jahren der TÜV Thüringen im Auftrag des Industriedienstleisters Blumenbecker verantwortlich.

Die größte Herausforderung bei einer Prüfung an der Göltzschtalbrücke ist die Dimension der Brücke. Mit einer Länge von 574 Metern und einer Höhe von 78 Metern ist sie die größte Ziegelsteinbrücke der Welt – da sind hohe Funktionalität und Flexibilität der Befahranlage unerlässlich. An der Brücke und der Schienenanlage sind diverse technische Einheiten verbaut, die beispielsweise die Zapfenbildung bei starker Kälte verhindern sollen. Sobald eine dieser Einheiten ausfällt, wird ein Warnsignal ausgelöst und die Einheit muss entsprechend repariert oder ausgetauscht werden. Um in diesen Höhen Reparaturen an der Brücke vornehmen zu können, ist die Nutzung der von Blumenbecker gewarteten Befahranlage erforderlich. Um Sicherheit und Qualität auf höchstem Niveau zu gewährleisten, verlässt sich Blumenbecker seit Jahren auf die Expertise der Sachverständigen des TÜV Thüringen.

Für die Prüfung wird die Befahranlage auf einen der Bogenverbunde aufgebaut. Überprüft werden dann unter anderem die Überlastung und die Fahreignung der Anlage. Gerade wegen der guten Zusammenarbeit des TÜV Thüringens mit der Blumenbecker Gruppe ist eine professionelle Wartung seit Jahren sichergestellt. So tragen die Experten des TÜV Thüringen dazu bei, dass ein weltweit einzigartiges Monument der Bahn- und Baugeschichte auch weiterhin täglich von zahlreichen Zügen befahren werden kann.