In einigen Bundesländern beginnen in dieser Woche die Sommerferien. Auf den Autobahnen ist daher ab dem Wochenende wieder vermehrt mit Staus zu rechnen, zumal viele Deutsche in diesem Jahr mit dem Auto verreisen wollen. Unfallexperte Achmed Leser vom TÜV Thüringen rät bei hohem Verkehrsaufkommen zu Besonnenheit und erhöhter Bremsbereitschaft.

Auch moderne Verkehrsleitsysteme können nicht verhindern, dass der Verkehrsfluss bei zu hohem Fahrzeugaufkommen zum Erliegen kommt. Die Urlaubszeit ist dafür geradezu prädestiniert, denn viele Familien brechen gleich am ersten Wochenende auf. Immer wieder kommt es dann zu zähfließendem Verkehr und Stau. Dennoch rechnen nicht alle Autofahrer damit, dass schon hinter der nächsten Kurve ein Stauende lauern könnte, manchmal kann dann selbst eine Notbremsung nichts mehr retten. Um das Risiko von Auffahrunfällen zu reduzieren, gibt Unfallexperte Achmed Leser vom TÜV Thüringen einen simplen Tipp: Er rät bei Staugefahr, generell etwas mehr Abstand zum Vorausfahrenden einzuhalten und auch das Tempo vorsorglich zu reduzieren – taucht das Stauende plötzlich auf, ist es für solche Vorsichtsmaßnahmen längst zu spät.

Auch wenn sich das Verkehrsaufkommen noch nicht wieder auf dem Vor-Krisen-Niveau bewegt, dürften sich am kommenden Wochenende auf einigen Streckenabschnitten teils längere Staus bilden. Hauptursachen für Staus und stockenden Verkehr sind zu hohes Verkehrsaufkommen, Baustellen oder Unfälle. In Folge der Flut-Katastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz gesperrte Autobahn-Abschnitte verschärfen die Verkehrslage zusätzlich, auch wenn Deutschlands knapp 13.000 Kilometer Autobahn und fast 40.000 Kilometer Bundesstraße genügend Ausweichrouten bieten. Staus zählen aber auch unter normalen Umständen zu den Reisebegleitern vieler Urlauber. Oftmals verlängern sich die Standzeiten aufgrund von Folgeunfällen. Diese passieren meistens aufgrund Unaufmerksamkeit und zu geringem Sicherheitsabstand und könnten eigentlich gut verhindert werden.

„Wer sich dem Stauende nähert, sollte unverzüglich die Warnblinkanlage einschalten und, wenn dies noch möglich ist, behutsam abbremsen. Dadurch wird der Nachfolgeverkehr vor der Gefahr gewarnt, ein Auffahren kann so meistens vermieden werden“, so Leser. Außerdem muss immer ausreichend Abstand zum Vordermann eingehalten sowie eine Rettungsgasse gebildet werden. Diese ist in der Mitte der Richtungsfahrbahn beziehungsweise bei drei Fahrstreifen zwischen dem linken und dem mittleren Fahrstreifen freizuhalten. Achmed Leser empfiehlt Autofahrern, im Stau einen kühlen Kopf zu bewahren. „Bei längeren Wartezeiten sollten Autofahrer den Motor abstellen“, so der Verkehrsexperte. Dies senkt den ohnehin höheren Spritverbrauch im Staubetrieb. Unnötige Spurwechsel bringen nachweislich keinen messbaren Zeitgewinn, sie erhöhen nur das Unfallrisiko. Daher rät Leser klar von solchem Kolonnenspringen ab.

Zeit und Nerven sparen kann hingegen, wer sich vor Fahrtantritt rechtzeitig über das Verkehrsgeschehen und Stauwarnungen informiert, aktuelle Verkehrsmeldungen berücksichtigt und seine Routenplanung entsprechend anpasst.

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