+++ Neue Mangeleinstufung „Gefährlicher Mangel“ +++ Notrufsystem eCall wird künftig Bestandteil der HU +++ VdTÜV fordert gesetzliche Grundlage zur Bereitstellung von Softwareinformationen durch die Hersteller +++    

Ab 20. Mai 2018 müssen sich die Autofahrer in Deutschland auf neue Regeln bei der Hauptuntersuchung einstellen. So wird eine neue Mangeleinstufung „Gefährlicher Mangel“ eingeführt und die Prüfung von Daten-Komponenten, wie das elektronische Notrufsystem eCall, in die Hauptuntersuchung einbezogen. Hintergrund ist eine EU-Richtlinie, die technische Untersuchungen von Fahrzeugen in Europa weiter harmonisieren soll.

„ʿGefährlicher Mangelʾ als neue Mangeleinstufung ist für die Kunden an den Prüfstellen die sichtbarste Veränderung“, erläutert Richard Goebelt, Leiter des Bereiches Fahrzeug & Mobilität beim TÜV-Verband. „Er stellt eine Zwischenstufe unterhalb der Kategorie „Verkehrsunsicher“ dar. Wie „Erhebliche Mängel“ bescheinigt der „Gefährliche Mangel“ eine direkte und unmittelbare Verkehrsgefährdung oder Beeinträchtigung des Umweltschutzes .“ Der Fahrzeughalter wird auf den besonderen Gefährdungstatbestand durch eine entsprechende Formulierung auf dem Prüfbericht hingewiesen. Eine Fahrt direkt nach Hause oder zum Zweck der Reparatur oder der HU-Nachprüfung innerhalb eines Monats ist  aber noch zulässig. „Bei der Einstufung als ʿVerkehrsunsicherʾ muss – wie bisher auch – unmittelbar die Prüfplakette entfernt und die Zulassungsbehörde informiert werden,“ so Goebelt. Bisher galten die vier Mangelklassen „Ohne Mangel“, „Geringe Mängel“, „Erhebliche Mängel“ und „Verkehrsunsicher“.

Neu ist ferner die Untersuchung von Komponenten für die Datenkommunikation und Datenspeicherung im Fahrzeug. Hierzu zählt beispielsweise das für alle neuen Fahrzeuge ab 1. April 2018 verpflichtende elektronische Notrufsystem eCall

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