Löschdecken sollen nach einer Information der DGUV nicht zur Bekämpfung von Speiseöl- und Speisefettbränden im gewerblichen und öffentlichen Bereich verwendet werden. Es besteht eine erhebliche Verbrennungs- und Verletzungsgefahr.

Zwar ist die Anwendung von Löschdecken in der europäischen Norm DIN EN 1869 geregelt, jedoch bezieht sich diese nur auf den Einsatz bei Bränden an Frittiereinrichtungen mit einer maximalen Füllmenge von 3 Litern Speiseöl. Diese werden normalerweise nur im häuslichen Bereich verwendet.

Nicht nur das Sachgebiet „Betrieblicher Brandschutz“ der Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) rät vom Einsatz der Löschdecken ab, auch der Fachnormenausschuss Feuerwehrwesen hat bereits im Jahr 2002 die Löschdecken-DIN (14155) zurückgezogen, da diese nicht dem Stand der Technik entsprechen.

Bei einer Fettbrandbekämpfung mittels Löschdecke besteht bereits beim Auflegen der Decke einer erhebliche Verbrennungsgefahr. Die Flammen können das Gewebe durchschlagen. Daher sollten für die wirksame Bekämpfung von Speiseöl- und Speisefettbränden nur geeignete Fettbrandfeuerlöscher der Brandklasse F zum Einsatz kommen.

Auch bei brennenden Personen rät die DGUV, besser einen Feuerlöscher zu verwenden. Beim Aufdrücken einer Löschdecke werden brennende und glühende Stoffteile auf die Haut gepresst und führen so zu zusätzlichen schweren Brandverletzungen.

Generell empfehlen die Arbeitssicherheitsexperten des TÜV Thüringen in der Gefährdungsbeurteilung des Arbeitsplatzes bzw. der Tätigkeiten, die jeweiligen Maßnahmen für den betrieblichen Brandschutz zu berücksichtigen. Dabei geben die Informationen des DGUV „Betrieblicher Brandschutz in der Praxis“ (205-001) und die technischen Regeln für Arbeitsstätten „Maßnahmen gegen Brände“ (ASR A2.2) wichtige Handlungsanweisungen. 


Mehr Informationen zum Einsatz von Löschdecken, zum Löschen von Personenbränden und zur Verwendung von Feuerlöschern finden Sie auf den Seiten der DGUV unter: http://www.dguv.de/de/praevention/fachbereiche_dguv/fhb/brandschutz/index.jsp