Vor den Sommerferien war lernen noch von zu Hause angesagt. Jetzt kehrt der Schulalltag zur neuen Normalität zurück – wenn auch unter verschärften Bedingungen mit Abstandsregeln und teilweise Maskenpflicht in den Unterrichtsräumen. Für den Weg zur Schule sind auch zu Corona-Zeiten viele Schüler wieder auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen. Achmed Leser vom TÜV Thüringen mahnt Autofahrer daher zu besonderer Vorsicht – und das gerade an Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs. Bei Schulbussen ist generell erhöhte Aufmerksamkeit gefragt.

Nach den Sommerferien werden Busse und Bahnen wieder stärker von Schülern genutzt. „Für Autofahrer heißt es jetzt nicht nur vor Schulen, sondern gerade auch an Haltestellen: Fuß vom Gas. Besondere Aufmerksamkeit sollte den Schulbussen geschenkt werden“, mahnt Unfallexperte Achmed Leser vom TÜV Thüringen.

Schulbusse sind mit einem orangefarbenen, viereckigen Hinweisschild mit zwei Kindern gekennzeichnet. Das Zeichen ist sowohl vorn als auch hinten am Bus angebracht. Es signalisiert den Verkehrsteilnehmern, an Haltepunkten besonders vorsichtig vorbeizufahren. „Gerade jüngere Schüler können Verkehrssituationen nicht richtig einschätzen. Sie überqueren oft unüberlegt und spontan die Fahrbahn. Darauf sollten alle anderen Verkehrsteilnehmer besonders zu Schulbeginn gefasst sein“, erklärt Leser.

Das richtige Verhalten an Haltestellen ist nach Lesers Erfahrung bei vielen Führerscheininhabern nicht mehr auf dem aktuellen Stand. „Laut StVO dürfen Omnibusse des Linienverkehrs sowie gekennzeichnete Schulbusse, die sich mit eingeschaltetem Warnblinklicht einer Haltestelle nähern, nicht überholt werden. Wenn ein Bus an einer Haltestelle mit eingeschaltetem Warnblinklicht stoppt, darf daran nur mit Schrittgeschwindigkeit vorbeigefahren werden. Ganz wichtig: Das gilt auch für den Gegenverkehr auf derselben Fahrbahn. Wenn Omnibusse des Linienverkehrs und gekennzeichnete Schulbusse die Haltestelle wieder verlassen wollen, müssen heranfahrende Verkehrsteilnehmer ihnen das ermöglichen“, erinnert Achmed Leser.

Laut Thüringer Verkehrsunfallstatistik wurde im vergangenen Jahr zwar der niedrigste Stand bei den Verkehrsunfällen registriert, allerdings war bei Schulwegunfällen ein Anstieg von 5,7 % zu verzeichnen. Demnach verunglückten auf Thüringens Straßen 56 Schüler, 13 davon schwer. 17 Kinder im Alter von 6 bis unter 15 Jahre verunglückten dabei mit dem Fahrrad und 26 Kinder als Fußgänger. Erschreckend: In Thüringen war 2019 alle 16 Stunden ein Kind unter 15 Jahren in einen Unfall verwickelt. Zu Schulbeginn rät der TÜV Thüringen deshalb zu einer besonders besonnenen Fahrweise. An Haltestellen, Fußgängerüberwegen, an Schulen und Kindereinrichtungen sollten Autofahrer besonders aufmerksam und vorsichtig unterwegs sein. Hier heißt es: Tempo drosseln und ständig bremsbereit sein.

Schulbusse sind mit diesem orangefarbenen, viereckigen Hinweisschild gekennzeichnet. Das Zeichen ist sowohl vorn als auch hinten am Bus angebracht.

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