Verkehrspsychologische Beratung in der Probezeit

Verkehrspsychologische Beratungen können wie Aufbauseminare seit Inkrafttreten des neuen Fahreignungs-Bewertungssystem am 1. Mai 2014 zwar nicht mehr zum Punkteabbau verwendet werden, spielen für die Vermeidung eines Fahrerlaubnisentzugs jedoch nach wie vor eine große Rolle

Voraussetzungen für die Teilnahme

Werden 1) innerhalb der Probezeit und 2) nach der Teilnahme an einem Aufbauseminar erneut eine schwerwiegende oder zwei weniger schwerwiegende Zuwiderhandlungen begangen, erfolgt von Seiten der zuständigen Fahrerlaubnisbehörde eine Verwarnung, verbunden mit der Empfehlung, innerhalb von zwei Monaten an einer verkehrspsychologischen Beratung teilzunehmen. Erneute Zuwiderhandlungen nach Ablauf dieser Frist gehen zwingend mit der Entziehung der Fahrerlaubnis einher.

Ziele und Inhalte

Betroffene Fahrer sollen Mängel in ihrer Einstellung zum Straßenverkehr und im verkehrssicheren Verhalten erkennen und die Bereitschaft entwickeln, diese Mängel zu beseitigen. Der Berater soll die Ursachen der Mängel aufklären und Wege zu ihrer Beseitigung aufzeigen. Die Beratung findet in Form eines Einzelgesprächs statt und kann durch eine Fahrprobe ergänzt werden, wenn der Berater dies für erforderlich hält.

Organisation

  1. Verkehrspsychologischen Beratungen werden in den Begutachtungsstellen für Fahreignung des TÜV Thüringen in Thüringen, Bayern und Hessen angeboten.
  2. Für die Durchführung der Verkehrspsychologischen Beratung ist ein aktueller Auszug aus dem Fahreignungsregister erforderlich, den Sie nach erfolgter Terminabsprache selbstständig beim Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg anfordern müssen.
  3. Das Ergebnis der Beratung ist nur für den Betroffenen bestimmt und nur diesem mitzuteilen, der Betroffene erhält jedoch eine Bescheinigung zur Vorlage bei der Fahrerlaubnisbehörde.

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