Die Suche nach einer freien Parklücke wird gerade in unseren überfüllten Innenstädten zunehmend schwierig. Dabei kommen Autofahrer im Schilderwald immer wieder ins Grübeln, wo und ob das Parken erlaubt ist. Ein bekanntes und bei Autofahrern nicht gerade beliebtes Verkehrszeichen ist das Haltverbotszeichen. Steht es ohne weiteren Zusatz am Straßenrand, ist noch alles klar: Auf der Straßenseite wo es angebracht ist, ist das Halten verboten. Doch wie verhält es sich, wenn das Verbotszeichen zusätzlich mit einem kleinen weißen Pfeil auf dem blauen Grund versehen ist? Achmed Leser vom TÜV Thüringen erinnert an das oftmals in Vergessenheit geratene Fahrschulwissen.

„Der kleine weiße Pfeil weist auf Anfang und Ende einer Halteverbotsstrecke hin. Zeigt der Pfeil zur Fahrbahn signalisiert er den Beginn, zeigt er von der Fahrbahn weg das Ende einer solchen Verbotsstrecke. Halten darf man also nur bis unmittelbar vor dem Schild mit dem Pfeil in Richtung Fahrbahn oder unmittelbar nach dem Schild mit dem Pfeil von der Fahrbahn weg“, erläutert Achmed Leser vom TÜV Thüringen. „Unabhängig von diesem Verbotsschild können Halten und Parken aber auch durch andere in der StVO genannte Regeln untersagt sein“, ergänzt der Verkehrsexperte. Beispiele dafür sind Zusatzzeichen unterhalb des Schildes, die weitere Einschränkungen oder Ausnahmen festlegen können. Ein Haltverbotszeichen mit Pfeil in beide Richtungen signalisiert dem Betrachter, dass er sich gerade innerhalb einer Verbotsstrecke befindet und hier nicht halten darf.

Im Zusammenhang mit Baustellen oder Umzügen werden auch regelmäßig mobile, nur vorrübergehend aufgestellte Haltverbotsschilder aufgestellt. Diese Schilder heben alle anderen Vorschriften für den ruhenden Verkehr auf. Auch hier droht also ein „Knöllchen“, wenn man sie ignoriert.

Auch das sogenannte Parkverbotszeichen mit einfach durchgestrichener blauer Fläche interpretieren viele Autofahrer zu großzügig, denn auch im „eingeschränkten Haltverbot“ darf laut StVO höchstens drei Minuten gehalten werden. Ausnahmen, die unter Umständen ein etwas längeres Halten ermöglichen, sind das Ein- oder Aussteigen sowie das Be- und Entladen des Fahrzeugs. Dieses muss dann jedoch ohne Verzögerung erfolgen.