Konformitätsbewertung/Zertifizierung für Druckgeräte nach der europäischen Druckgeräte-Richtlinie PED

Bau- und Fertigungsüberwachung einer Kraftwerksanlage

Hersteller, die Druckgeräte in einem Land der europäischen Union in Verkehr bringen wollen, benötigen dazu eine Konformitätsbescheinigung durch eine Benannte Stelle entsprechend der Europäische Druckgeräte-Richtlinie (PED 2014/68/EU, bisher 97/23/EG). Dies trifft auf folgende Druckgeräte bzw. Ausrüstungsteile zu:

  • Dampfkessel oder Dampfkessel-Baugruppen,
  • Druckbehälter oder Druckbehälter-Anlagen (Baugruppen), diese können auch unter die Europäische Richtlinien für einfache Druckbehälter (SPED 2014/29/EU),
  • Ausrüstungsteile mit Sicherheitsfunktion oder Ausrüstungsteile mit einer Betriebsfunktion (z.B. Unterbrechung, Regelung des Durchflusses)

Angebote der Benannten Stelle Druckgeräte CE 0090

Der TÜV Thüringen als Benannte Stelle bietet ein umfassendes Leistungspaket zur Konformitätsbewertung ihrer Druckgeräte an. Die Angebote basieren auf dem Expertenwissen der Sachverständigen und umfassen:

  • Entwurfsprüfungen nach den Druckgeräte-Richtlinien (PED 2014/68/EU, SPED 2014/29/EU) und anderen internationalen Regelwerken
  • Baumusterprüfungen
  • Bau- und Fertigungsüberwachung
  • Abnahmeprüfung beim Hersteller
  • Betreuung von Großprojekten
  • Prüfung und Zertifizierung von Fügepersonal und Personal für zerstörungsfreie Werkstoffprüfverfahren auf Basis der Richtlinie 2014/68/EU
  • Begutachtung, Zertifizierung und Überwachung von QS-Systemen nach Druckgeräterichtlinie (PED 2014/68/EU)
  • die Prüfung und Zertifizierung von Werkstoffen und Fertigungsverfahren auf Basis der Richtlinie 2014/68/EU.

Phasen der Prüfung und Zertifizierung

Grundsätzlich erfolgt die Prüfung und Zertifizierung von Personal, Produkten, Werkstoffen und Fertigungsverfahren für ein neues Druckgerät auf Basis der Richtlinie 2014/68/EU in folgenden Phasen:

  1. Entwurfsprüfung: Die während der Entwicklung entstandenen Zeichnungen, Stücklisten und Berechnungen bilden die Grundlagen für die Entwurfsprüfung. Gegenstand der Prüfung sind dann wesentliche Merkmale, die die Qualität des künftigen Druckgerätes bestimmen:
    • Werkstoffauswahl und –kennzeichnung,
    • Geplante Herstellungs- und Fügeverfahren,
    • Qualifikation des Fertigungspersonals,
    • Geometrie des Körpers,
    • Berechnungen.

  2. Fertigungsüberwachung: Die Fertigungsüberwachung wird bei umfangreichen Anlagenprojekten durchgeführt, um eventuellen Nacharbeitsaufwand beim Hersteller zu senken. Dabei werden laufend parallel zum Bau stichprobenartig die Fügeverbindungen mit Methoden der zerstörungsfreien Prüfung überprüft. Die Ergebnisse werden dokumentiert.
  3. Schluss- und Festigkeitsprüfung: Nach Abschluss der Fertigung wird die gesamte Anlage oder das Gerät insgesamt überprüft:
    • Prüfung auf Dichtigkeit und Formstabilität,
    • Abgleich zwischen Entwurfs- bzw. Planungsunterlagen und der fertigen Anlagen bzw. dem fertigen Behälter,
    • Überprüfung der Dokumentation.

  4. Zertifizierung: Erteilung der Konformitätsbescheinigung. Mit dieser Bescheinigung wird Ihnen das Recht übertragen, das Zeichen CE 0090 an dem Gerät oder der Anlage anzubringen.

Sollen Druckgeräte in Serie hergestellt werden, wird selbstverständlich nur ein Baumuster geprüft. Zusätzlich weisen Sie als Hersteller ein Dokumentiertes System der Qualitätssicherung für Ihr Unternehmen nach. Die Begutachtung, Zertifizierung und Überwachung dieses Systems wird ebenfalls von den TÜV Thüringen Experten übernommen.

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