Für stromintensive Unternehmen des produzierenden Gewerbes ist der 30. September 2014 ein wichtiges Datum. Zu diesem Zeitpunkt endet die Frist zur Einreichung der Anträge für besondere Ausgleichregelungen (BesAR) gemäß Erneuerbare-Energien-Gesetz. Unternehmen, die im letzten Geschäftsjahr weniger als zehn Gigawattstunden an Energie verbrauchten, können für das Antragsjahr 2015 unter bestimmten Voraussetzungen die Übergangsfrist in Anspruch nehmen.

Die Übergangsfrist der besonderen Ausgleichsregelung für 2015 trifft auf Unternehmen zu, die 2014 die Vorausstetzungen für ein notwendiges Energie- und Umweltmanagementsystem nicht rechtzeitig umsetzen konnten. In wenigen Fällen war aus Kapazitätsengpässen in den Zertifizierungsstellen selbst kein Zertifizierungsprozess in der Kürze der für die Antragstellung verbleibenden Zeit mehr möglich. Für den Antrag auf Fristverlängerung ist jedoch eine Erklärung eines akkreditierten Zertifizierungsunternehmens erforderlich. Die besondere Ausgleichsregel gilt nur für Unternehmen mit dem genannten Energieverbrauch von weniger als zehn Gigawattstunden im letzten Geschäftsjahr.

Um generell von der Begrenzung der EEG-Umlage profitieren zu können, müssen Unternehmen ein System zur Verbesserung ihrer Energieeffizienz betreiben. Die Voraussetzungen dafür können ein gültiges DIN EN ISO 50001-Zertifikat oder ein gültiger Eintragungs- oder Verlängerungsbescheid der EMAS-Registrierungsstelle (EMAS, Eco-Management and Audit Scheme) sein. Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ist der gültige Nachweis eines alternativen Systems zur Verbesserung der Energieeffizienz gemäß EEG 2014 möglich. Eine solche Alternative wird durch die Anwendung der Spitzenausgleich-Effizienzsystemverordnung (SpaEfV) ermöglicht. KMU mit einem Stromverbrauch von unter fünf Gigawattstunden im letzten Geschäftsjahr bekommen so ebenfalls die Möglichkeit, die EEG-Umlage zu begrenzen.

Die Zertifizierungsstelle des TÜV Thüringen e.V. ist für die Zertifizierung von Energiemanagementsystemen bei der Deutschen Akkreditierungsstelle GmbH (DAkkS) akkreditiert und somit berechtigt, entsprechende Erklärungen für die Beantragung der besonderen Ausgleichsregel auszustellen.

TÜV Thüringen – Mit Sicherheit in guten Händen!

Als international tätiges Dienstleistungsunternehmen mit Stammsitz in Erfurt sorgt der TÜV Thüringen für Sicherheit, Qualität und Zuverlässigkeit. Dazu sind in den Geschäftsfeldern Anlagen und Produkte, Fahrzeug und Mobilität, Qualifizierung sowie Zertifizierung mehr als 1 000 Mitarbeiter weltweit tätig, davon mehr als 600 in Deutschland. Die Experten, Ingenieure und Sachverständigen des TÜV Thüringen arbeiten zum Vorteil aller Branchen, privater Kunden und der öffentlichen Hand. In Deutschland ist der TÜV Thüringen mit elf großen Standorten in Berlin, Bayern, Hessen, Sachsen und Thüringen sowie mit zahlreichen Kfz-Prüfstationen in Thüringen vertreten.